Erste Konsequenzen: Spontan Austritte beim Aktionskreis Absprachen nicht eingehalten UFFENHEIM (hh)- Die Besetzung des Rübenfeldes hat erste Konsequenzen ergeben: Ein Teil der Spitze des Aktionskreises gegen genmanipulierte Pflanzen hat gestern nachmittag seinen Austritt erklärt. Es handelt sich um den Vorsitzenden, Pfarrer Jürgen Blum (Umweltbeauftragter der evangelischen Kirche im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg), das Vorstandsmitglied Wolfgang Barz (Arzt und Uffenheimer SPD-Stadtrat) und Harald Trabert (Vorsitzender des AKU). In einer der FLZ zugeleiteten Erklärung wird festgestellt, daß sich alle Mitglieder des Aktionskreises für gewaltfreies Vorgehen ausgesprochen haben. Mit der Besetzung des Feldes durch Jugendliche und Solidaritätsbekundungen durch Mieglieder des Kreises sei dies nicht eingehalten worden. Aus diesen Gründen sehen Blum, Barz und Trabert eine vertrauensvolle Zusammenarbelt nicht mehr gewährleistet. Sie erklärten deshalb ihren Austritt und Rücktritt von allen Ämtern und Funktionen des Arbeitskreises. ,,Mit diesem Schritt distanzieren wir uns eindeutig von der Feldbesetzung und fordern die Jugendlichen auf, das Feld zu verlassen und andere Wege des Protestes zu suchen", heißt es. Sie wollen sich nach ihrem Bekunden auf andere Weise gegen die geplante Freisetzung einsetzen. FLZ Nr.90, Samstag 19. April 1997