Genrüben-Saat verhindern Rund 50 Jugendliche fanden sich ein - Friedlicher Protest UFFENHEIM (hh) - Auf dem für den Genrüben-Freisetzungsversuch vorgesehenen Acker am Galgenbuck am Stadtrand von Uffenheim steht seit gestern abend ein Protest-Camp. Errichtet und aufrechterhalten wird die kleine Zeltstadt von einer Gruppe von Jugendlichen aus dem Uffenheimer Raum und aus Weikersheim. Sie wollen auf diese Weise den Freisetzungsversuch, falls er vom Robert-Koch-Institut genehmigt wird, verhindern. Das Camp wurde genau auf der Parzelle errichtet, die von dem Uffenheimer Landwirt für die Aussaat des genveränderten Zuckerrübensamens vorgesehen ist. Die Jugendlichen wollen in ihren Zelten rund um die Uhr so lange ausharren, bis die Aussaat ansteht - vorausgesetzt, daß diese auch erfolgen wird. „Wir wollen die Lage genau beobachten und das weitere Geschehen hier auf dem Rübenfeld auch verfolgen", so am gestrigen Abend eine Sprecherin der Gruppe, die sich ,,Freunde der Natur" nennt. Nach einer kurzen ,,Lagebesprechung" rückten die rund 50 jungen Leute kurz nach 19 Uhr zu dieser friedlichen Protestaktion an. Sie bauten Zelte auf und schafften Strohballen sowie andere Sitz- und Liegemöglichkeiten, Proviant und Getränke herbei. Um keinen ,,Flurschaden" anzurichten, wurde von der Straße zum Camp ein mit Brettern ,,befestigter" Weg angelegt, den man mit Gänseblümchen und Stiefmütterchen bepflanzte. BU: Jugendliche errichteten gestern abend auf dem vorgesehenen Rübenacker ein Protest-Camp. Foto: Herbst/FLZ FLZ Nr.88, Donnerstag 17. April 1997