BN protestiert gegen „Genrüben“-Feldversuch UFFENHEIM - Scharf verurteilt hat der Bund Naturschutz die vom Robert-Koch-Institut erteilte Genehmigung zur Freisetzung von gentechnisch veränderten herbizidresistenten Zuckerrüben in Uffenheim und Ochsenfurt-Erlach. Wieder einmal zeige sich, daß das Gentechnikgesetz nicht geeignet sei, Mensch und Umwelt vor den möglichen Gefahren gentechnischer Verfahren und Produkte zu schützen, hieß es. Sein Zweck sei es, die Nutzung und Förderung der Gentechnik abzusichern. Dem Institut wird unterstellt, es wöge den wirtschaftlichen Nutzen für den „Agromulti Monsanto“, den er aus dem Einsatz herbizidresistenter Pflanzen zu ziehen hoffe, schwerer als die Gefahren für die Artenvielfalt, für Boden und Grundwasser. Dessenungeachtet wolle sich der Bund Naturschutz weiterhin engagiert gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion wenden. Aufgefordert wurde der Bayerische Bauernverband, zusammen mit den Naturschutz- und Verbraucherverbänden im Interesse der bäuerlichen Landwirtschaft und der Verbraucher zu handeln und sich für gentechnikfreie landwirtschaftliche Produkte einzusetzen. FLZ Nr.99, Mittwoch 30. April 1997